Hunde
Was wissen Sie schon über Hunde? Der Hund ist der beste Freund des Menschen, stammt vom Wolf ab, scheißt überall hin, hat eine Beisshemmung, ist Welpen gegenüber großzügig (Welpenschutz), usw. usw.
Aber jetzt wollen wir den Hund mal systematisch angehen:
Die Bezeichnung Hund ist schon mal nicht korrekt. Denn zu den Hunden gehören nicht nur der Wolf (von dem der Haushund in der Tat abstammt), sondern auch Füchse, Kojoten, Hundeartige und natürlich unser allseits beliebter Haushund.
Daran, das er vom Wolf abstammt, kann man gut einige Wesens- und Verhaltensmerkmale erkennen. Der Hund (im Folgenden ist immer der Haushund gemeint) braucht ein Rudel. Und dieses Rudel besteht in der Regel aus der Familie, die in aufgenommen hat. Ein Rudel muß einen Führer haben, und das sollte auf keinen Fall der Hund sein. Das muß man dem kleinen Welpen von vorneherein klar machen. Der Hund braucht eine feste Bindung und einen festen Platz in seinem Rudel. Aber man muß im klarmachen, das er nicht an erster Stelle steht.
Auch zum Thema Welpenschutz und Beisshemmung gibt es leider nur zu viele Vorurteile. Der Hund verfügt von Haus aus über keine Beisshemmung. Die muß man auch dem süßen Goldi beibringen, wenn man später nicht große Probleme mit seinem Hund haben möchte (oder in sogar wieder abschaffen muß).
Zum Thema Anschaffung: Jeder der sich einen Hund zulegt, sollte sich das genau überlegen.
Ein Hund begleitet einen für den Rest seines (Hunde-) Lebens.
Einen Hund kann man nicht (in unserer Gesellschaft leider doch, was ich zutiefst bedauere) nach Gebrauch einfach wegwerfen. Daher sind grundlegende Fragen von Anfang an zu klären. Hier meine ich noch nicht einmal die Einwilligung des Vermieters. Nein, man sollte sich auch darüber im klaren sein, das ein Hund sehr viel Arbeit, Zuwendung und Liebe benötigt. Gerade der junge Hund muß alle paar Stunden „Gassi gehen“. Auch in der Nacht. Und trotzdem wird ab und an ein „Unglück“ geschehen. Wem sein Perserteppich wichtiger ist, der sollte sich vielleicht lieber eine Katze zulegen oder auf das Haustier gänzlich verzichten.
Ein Hund ist kein Gebrauchsgegenstand, den man nach der Benutzung in die Ecke stellen kann. Er will spielen. Gerne mit anderen Hunden, aber am liebsten mit seinen Rudelmitgliedern. Sprich Herrchen und Frauchen müssen sich auch neben den obligatorischen Pflichten mit Ihrem Schützling beschäftigen.
Ein Hund bedeutet auch eine finanzielle Belastung. Neben den Anschaffungskosten steht da die Hundesteuer und die Hundehalterhaftpflicht an erster Stelle. Aber auch Tierarztkosten und das Futter läppern sich ganz schön zusammen.
Wenn Sie dies alles berücksichtigen, dann wird das neue Familienmitglied (Rudelmitglied) wirklich zum besten Freund des Menschen und wird Ihnen über lange Jahre ein treuer Begleiter sein.

